Mein Heilungsweg war kein Projekt.
Er hatte keinen Plan, kein Ziel, kein Versprechen.
Er begann dort,
wo ich mir selbst nicht mehr ausweichen konnte.
Nicht spektakulär.
Aber ehrlich.

Stillwerden war mir nicht fremd.
Es gab Zeiten bewussten Rückzugs.
Ich habe Entscheidungen getroffen.
Nicht gegen Menschen – sondern für mich.
Manche Verbindungen habe ich beendet, weil sie mich klein hielten oder meine Klarheit untergruben.
Anhalten war kein Stillstand.
Sondern Ausrichtung.

Ich habe gelernt,
dass Heilung nicht von außen kommt.
Niemand nimmt mir das Fühlen ab.
Niemand trägt meine Entscheidungen.
Eigenverantwortung war kein harter Schritt.
Sie war klärend.
Ich höre heute früher hin.
Und gehe langsamer weiter.

Nicht alles, was mich geprägt hat,
musste mitgenommen werden.
Manches durfte gehen.
Ohne Schuld.
Ohne Kampf.
Ich musste niemandem beweisen,
dass ich weiter gegangen bin.
Es reicht,
dass ich mir selbst näher bin.

Mein Heilungsweg ist nicht abgeschlossen.
Er ist integriert.
Ich trage keine Antworten vor mir her.
Ich lebe mit offenen Fragen.
Und mit einer inneren Ruhe,
die nicht erklärt werden muss.
Das genügt.